Wer hat nicht schon einmal davon geträumt ein Buch bzw. ein Ebook zu schreiben? In Zeiten des Selfpublishings ist es einfacher denn je geworden. Für dein Schreibbusiness lohnt sich dies in vielerlei Hinsicht:

1. Du hast ein zusätzliches Einkommen

Du musst dein Buch nur einmal schreiben und kannst es unzählige Male verkaufen, ohne weiter Zeit zu investieren. Es ist ähnlich wie bei einem passiven Einkommen. So kannst du deine Zeit anderen Projekten oder sogar einem neuen Buch widmen, während du Geld verdienst. Ich habe selbst sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Das, was ich an Zeit und Kosten in mein erstes Buch investiert habe, habe ich durch die Verkäufe mit Gewinn wieder herausbekommen. Es hat sich also rentiert. Ich möchte dir aber auch nichts vormachen. Von einem einzigen Buch oder sogar von mehreren Büchern wirst du nicht leben können. Aber es kann zu einer nicht zu unterschätzenden Einkommensquelle werden. Von diesen sollte man als Freiberufler natürlich möglichst viele haben.

2. Du kannst dein Ebook sehr günstig erstellen

Ein Ebook zu publizieren ist kostengünstig. Um es zu schreiben, reicht ein einfaches Schreibprogramm wie Office Word aus. Natürlich kannst du viel Geld für die Cover-Gestaltung und das Lektorat ausgeben, aber du musst es nicht. Wenn du versiert in der Bildbearbeitung bist – und damit meine ich wirklich nur Grundlagenwissen – kannst du dein Cover auch selbst gestalten. Und wenn du im Bekanntenkreis jemanden kennst, der beruflich mit Texten zu tun hat oder selbst dabei ist, ein Buch zu schreiben, kannst du die Kosten für ein Lektorat senken oder sogar ganz sparen. Natürlich sollte dies auf Gegenseitigkeit beruhen. So reduzierst du dein Verlustrisiko. Ob du nun für ein Lektorat zahlst oder nicht: Lasse dein Buch immer lektorieren oder im mindesten Falle mehrmals Gegenlesen. Spare aber niemals an einem professionellen Lektorat, wenn du die finanziellen Mittel dazu hast.

3. Du kannst mit einem kleinen Ebook starten

Es muss nicht gleich ein großes Buchprojekt über 400 Seiten sein – es sei denn du planst einen Roman. Das ist der Vorteil von Ebooks. Diese können auch nur 50 Seiten umfassen. Die Leser sind zufrieden, wenn dein Buch sie inspiriert oder ihnen einen Nutzen gebracht hat. Wichtig ist also nicht die Seitenanzahl, sondern der Inhalt. Der Vorteil an kleinen Ebooks ist, dass du leichter den Überblick behältst, es besser planen kannst und vor allem am Ball bleibst. Denn um ein Buch zu schreiben, brauchst du einen sehr langen Atem.

4. Du hast ein Buch publiziert

Nicht zu vernachlässigen ist der nichtmonetäre Aspekt. Mit deinem Ebook hast du dein erstes Buch publiziert. Das ist eine tolle Referenz, die du angeben kannst, wenn du dich um neue Jobs bewirbst. Und du selbst hast dir deinen persönlichen Traum erfüllt. Ich glaube, dass nie wieder eine Publikation für dich eine solche Bedeutung erlangt wie das erste Buch.

5. Du weißt endlich, wie es geht

Mit der Fertigstellung deines ersten Ebooks hast du vom Schreiben über die Covergestaltung bis hin zur Formatierung und Publikation wertvolle Erfahrungen gesammelt. Vor allem weißt du was du anders machen könntest und du kannst einschätzen, ob sich deine investierte Arbeit und Zeit gelohnt haben. Ist es eine bedeutende Einnahmequelle für dich? Kannst du dir nach dieser Erfahrung vorstellen, ein weiteres Buch zu schreiben?

6. Du bestimmst alles selbst

Du kannst selbst bestimmen, zu welchem Preis du dein Ebook verkaufen möchtest, wie das Cover aussehen soll und über welche Vertriebskanäle du es verkaufen willst. So bist du flexibel und kannst viel schneller publizieren.

7. Du musst nicht Klinken putzen

Du musst weder bei Verlagen, noch bei Literaturagenten Klinken putzen, sondern publizierst einfach selbst. Denn längst entscheiden sie nicht mehr allein, was veröffentlicht wird. Die einzige Hürde bist du, wenn du nicht einfach loslegst und schreibst. Auch dein Umfeld kann hemmend sein, wenn ständig angezweifelt wird, ob es  jemand wohl kaufen wird. Zerbrich dir darüber nicht den Kopf, denn du kannst es schlicht und einfach gar nicht wissen. Meine Meinung ist: Wenn du der Welt etwas wertvolles mitzuteilen hast, dann schreib es auf!

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Ein Risiko aber bleibt

Ein Risiko als Selfpublisher bleibt: Dein Buch verkauft sich nicht. Schlimmer noch, du hast viel Geld in dein Cover oder das Lektorat gesteckt und bleibst auf den Kosten sitzen. Kann passieren – selbst, wenn du bei deinem Buch alles richtig gemacht hast. Aber: dieses Risiko ist völlig normal. In jeder Branche floppen neue Produkte, selbst wenn sie von erfahrenen Produktentwicklern konzipiert wurden. Dieses Risiko ist immer da.

Trotzdem möchte ich dich dazu ermutigen, dein Buch zu schreiben. Einzig allein dies gibt dir die Antwort darauf, ob es Erfolg haben wird oder nicht. Und du kannst das Risiko minimieren, indem du dein Ebook – wie bereits erwähnt – kostengünstig erstellst. Qualität sollte dabei aber immer oberste Priorität haben. Vor allem solltest du nie des Geldes wegen schreiben, sondern immer aus Leidenschaft. So verleihst du deinem Buch eine ganz persönliche und authentische Note, die es letztendlich so einzigartig macht. Und das überträgt sich auch auf den Leser.

Noch ein Tipp zum Schluss

Reduziere dein zeitliches Risiko, indem du dir eine Schreibroutine aneignest. Ich schreibe zum Beispiel durchschnittlich nur zwei Stunden pro Tag an meinem Buch. So habe ich noch genug Zeit, um an anderen Projekten zu arbeiten, die mir Geld einbringen. Ich setze also nicht alles auf eine Karte. Es dauert natürlich länger bis ich das Buch beendet habe, aber das macht nichts. Viel wichtiger ist mittlerweile die Kontinuität, mit der ich an meinem Buch arbeite.

 

Hast auch du schon ein Ebook geschrieben? Wie sind deine Erfahrungen? Und welche Tipps würdest du weitergeben?  Ich freue mich über den Austausch mit dir.