Woran erkennt man als Selfpublisher eigentlich, ob ein Buch erfolgreich ist? Natürlich gibt es die Bestsellerliste. Wer mit seinem Buch darauf vertreten ist, kann mit Sicherheit sagen, dass es erfolgreich ist. Letztendlich orientiere ich mich aber nicht an diesen Listen, weil ein Buch auch sehr erfolgreich sein kann, wenn es nicht darauf vertreten ist.

Wie erfolgreich dein Buch ist, hängt letztendlich von deinen Erwartungen ab. Schreibst du ein Buch ausschließlich für dich selbst, dann ist es bereits erfolgreich, wenn du es fertig gestellt hast. Möchtest du aber damit Einnahmen erzielen, hast du natürlich ganz andere Erwartungen.

So schätzt du den Erfolg deines Buches ein

Wer sein erstes Buch veröffentlicht, hat überhaupt keine Vorstellung davon, wann ein Buch erfolgreich ist. Verkaufszahlen von Selfpublishern gibt es kaum. Natürlich möchtest du, dass sich dein Buch gut verkauft. Aber was ist schon gut? Ein verkauftes Buch pro Tag? Zwei verkaufte Bücher pro Tag? Die folgenden Kriterien geben dir eine Orientierung, um den Erfolg deines Buches einzuschätzen:

1. Nicht erfolgreich – du bleibst auf den Kosten sitzen

Das ist das Worst Case Szenario schlecht hin: Dein Buch verkauft sich so gut wie gar nicht und du bekommst nicht mal annähernd die investierten Kosten für Literatur, Lektorat, Cover etc. heraus. Das kann man dann tatsächlich unter „nicht erfolgreich“ verbuchen. Unterschätze aber nicht die Erfahrung, die du mit diesem Buch gemacht hast. Reflektiere, was du hättest besser machen können. Lerne dazu, lies weiter, schreib weiter und lass dich nicht entmutigen. An dieser Stelle kann ich dir nur das folgernde Buch empfehlen: „Buch & Ebook im Eigenverlag publizieren. Eine Selfpublisherin teilt ihre Tipps, Tricks und Erfahrungen“.* Es war mir beim Schreiben meines ersten Buches eine große Hilfe.

2. Wenig erfolgreich – du deckst bloß die Kosten ab

Dein Buch verkauft sich schleppend, aber immerhin so gut, dass du die Kosten wieder herausbekommst. Das ist schon mal ein Anfang. Die Einnahmen für deine investierte Arbeitszeit aber bleiben aus. Für einen Hobbyschreiber ist das zwar bitter, jedoch  wirtschaftlich kein Desaster. Als Freiberufler bist du aber darauf angewiesen, dass deine investierte Arbeitszeit auch honoriert wird. Das trifft in diesem Fall nicht zu und du hattest weniger Zeit, um dich Jobs zu widmen, die dir Einnahmen garantiert hätten. Zumindest aber, hast du kein Minusgeschäft gemacht und auch hier viel Erfahrung gesammelt.

3. Erfolgreich – du deckst die Kosten und deine investierte Arbeitszeit ab

Ein Ebook ist natürlich erfolgreich, wenn du die Kosten und das Honorar für deine Arbeitszeit abdeckst. Dafür musst du einen Stundensatz für dich selbst festlegen. Möglichkeiten, wie du deinen Stundensatz als Freiberufler berechnen kannst, bekommst du hier und hier. Natürlich ist das nicht vergleichbar mit einem Auftrag, bei dem dir das Honorar garantiert wird. Du hast hier ein ganz anderes Risiko. Aber du brauchst eine Berechnungsgrundlage. Wie viel musst du also einnehmen, um das herauszubekommen, was du an Kosten und Arbeit investiert hast? Um diesen Wert zu ermitteln, schreibe auf, wieviele Stunden du an deinem Buch gearbeitet hast. Dafür reicht eine Exceltabelle. Summiere die Stunden und multipliziere sie mit deinem Stundensatz. Dieser Wert ergibt das, was du mit dem Buch einnehmen musst, um deine Arbeitszeit zu honorieren. Addiere deine Kosten und du weißt, wann dein Buch erfolgreich ist.

4. Sehr erfolgreich: Du bekommst mehr als deine Kosten plus Arbeitszeit heraus

Der beste Fall der eintreten kann, ist natürlich wenn du mit deinen Bucheinnahmen die Kosten abdecken kannst, deine Arbeitszeit damit honoriert bekommst und darüber hinaus noch weiter Gewinne machst. Keine Frage, das ist gleichzusetzen mit passivem Einkommen und enorm erfolgreich. Wer möchte das nicht, einmalig Arbeit zu investieren und fortlaufend Geld verdienen? Euch allen wünsche ich diesen Erfolg!

Ich bin natürlich neugierig. Woran misst du den Erfolg deines Buches? Wie berechnest du diesen? Oder gehst du ganz anders vor? Schreibe mir doch in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

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